Wappen-Heinrichs
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HEINRICHSER
Pfarrer Uli PrüferPfarrer Ulirich Prüfer

 


 

 

 

Interview mit Pfarrer Prüfer

Bist Du eigentlich Urheinrichser?

Nein, Ich predige erst seit 1990 in Heinrichs, meine Wurzeln sind im Altenburger Land.

Was hat Dich bewegt, hierher zu kommen?
Meine Frau hatte damals im Suhler Klinikum eine Anstellung, das Pfarrhaus in Heinrichs war zufällig frei und so kam es, wie es kommen sollte… Familie Prüfer verlegte ihren Lebensmittelpunkt in diesen schönen Ortsteil.

Wer hatte vor Dir die „heiligen“ Geschicke in der Hand?
Vorgänger war der Superintendent Koch, der ca. 30 Jahre den Ortsteil Heinrichs in kirchlichen Dingen betreut hat.

Womit beschäftigt sich eigentlich unser Pfarrer und wo hat er zu tun?
Heinrichs ist das größte Einzugsgebiet, hier finden mehr „heilige und kirchliche“ Aktionen, als in den anderen Ortsteilen der Stadt Suhl statt. Ich betreue meine „Schäfchen“ in Mäbendorf, Albrechts, Dietzhausen und Wichtshausen, insbesondere Hochzeiten, Seelsorge, Trauerfeiern und habe leider auch viel Verwaltungskram :-) Ich gebe in vielen Schulen und Berufsschulen Religionsunterricht. Das hält jung. Der Kontakt mit den unterschiedlichen jungen Charakteren ist immer wieder eine Herausforderung.

Was gibt es Privates über Dich zu berichten?
Ich habe mit meiner Frau 2 Kinder und bin inzwischen leidenschaftlicher Opa. Als Büttenredner habe ich außerdem einige Jahre in Jagdkleidung beim hiesigen SCC für Lacher gesorgt. Einen gegensätzlicheren Ausgleich gibt es fast nicht, wie ich finde. Ausgleich ist ... das Rauchen meines Pfeifchens, das Lesen von Biografien und Lebensgeschichten, menschliche Schicksale aller Herren Länder, die unter die Haut gehen, z.B. „Auf den Spuren der Menschheit - Die Prähistorie…“.
Zudem bin ich im hiesigen Ortsteilrat engagiert und packe auch tatkräftig mit an, sei es beim „Ort putzen“ (das nannte man früher Subbotnik) oder beim Lagerfeuer.

Was wärst Du geworden, wenn Du nicht Pfarrer geworden wärest?
(großes Schmunzeln) Ich habe im Bergbau gelernt, da wäre ich vielleicht beruflich in die „Prähistorie“ eingestiegen, hätte also vermutlich Geschichte studiert.

Was würdest Du ändern, wenn Du es könntest?
(spontan) ...in den Bereichen „Schulpolitik und Soziales“ gäbe es viel zu tun....
Politik würde ich nicht machen, weil ich es nicht kann, behaupte aber auch nicht, dass ich es kann.“
Ach so… Rauchen würde ich eigentlich gerne auch nicht mehr…

Was ist der Unterschied zwischen einem Ostthüringer und einem Südthüringer?
(schmunzelt)...die Sachsen sind freundlicher und zugänglicher…

 

StetefeldWolfgang Stetefeld

1948 geboren und in Bad Salzungen aufgewachsen verschlug es Wolfgang Stetefeld 1974 durch die Liebe irgendwann in das schöne Suhl Heinrichs. Der gelernte Büromaschinenmechaniker der nie in diesem Beruf arbeitete,  studierte nach seiner Armeezeit Schulmusikerziehung in Weimar, war danach als Musiklehrer an vielen Suhler Schulen tätig, bis sich 1981 entschloss freiberuflicher Musiker zu werden.
Über die Jahre ist Wolfgang Stetefeld  zu einem Suhler Original geworden,  das auch den Ortsteil Heinrichs mitprägte.    


Interview mit Stete am 04.06.2014

Was verbindet dich und die "Alte Post"?
In Heinrichs wohnt es sich schön und so kauften wir 1982 die „Alte Post“, die wir sechs Jahre lang als reines Wohnhaus nutzten. Ab 1988 eröffneten wir dann eine Getränkehandlung, die schnell zu einer Art Begegnungsstätte wurde. Hier tauschte man sich aus, sprach über Lustiges und Ernstes, über Sorgen, Nöte und Freuden. 1992 eröffneten wir dann die Gaststätte bis 2008 meine Familie(Frau und Kinder) nach Spanien auswanderte.
Die alte Post war schon immer ein Treffpunkt für jung und alt, auch durch den von uns in Eigenregie organisierten „Hofsommer“, wo sich Künstler aus der Region und darüber hinaus präsentierten. Das entwickelte sich zu einer  Institution in der hiesigen Kulturszene, dass sogar zu DDR Zeiten die Stasi „höchst interessiert“ der Kunst und allen Besuchern lauschte.

Was gibt es zur „Alten Post“ Interessantes zu sagen? Gab es ein besonderes Erlebnis?
Im November 1993 gab es einen Großbrand in der Tischlerei hinter uns. Der günstige Wind verschonte damals die alte Post, die sonst sicherlich auch den Flammen zum Opfer gefallen wäre.

Was findest du gut an Heinrichs?
„Die meisten Heinrichser trifft man zur Kirmes oder wenn es brennt.“, heißt es so schön. Schon mein Schwiegervater, der Urheinrichser war, hat mich vor diesem Menschenschlag gewarnt ;-) (lacht), aber  ich bin damit immer gut klar gekommen.
Hier in Heinrichs kennt man sich, hilft sich und hier stehen schöne alte Häuser, die Stil haben und den Straßenmarkt prägen.

Was könnte besser sein? 
Vielleicht sollte in der Stadt die Verkehrsführung ein bisschen geändert werden.
Über unseren historischen Straßenmarkt rollen einfach zu viel unhistorische Autos, Busse und LKWs s. Dafür ist er einfach nicht gemacht.
Auch kulturell könnte mehr los sein.

Was würdest du Fremden in Heinrichs zeigen?
Besonders stolz bin ich auf unser Heinrichser Rathaus, aber auch die anderen schönen Häuser mit ihren keltisch anmutenden Innenhöfen  am Straßenmarkt sind durch Ihre Historie und Bausubstanz  äußerst sehenswert. Wo hat man das sonst noch in Suhl?

Was machst du beruflich? / Was hast du bisher beruflich gemacht? 
Mein Leben war schon immer die Musik, auch wenn ich jetzt Rentner bin. Auf Anfrage und, wenn ich Lust und Zeit dazu habe, trete ich auch noch bei dieser oder jener Veranstaltung auf. (konzertante Unterhaltungsmusik - Anm. d.Red.) Damit mir im Sommer in Spanien (besucht dort seine Familie) nicht alles nur spanisch vorkommt, besuche ich gerade einen Spanisch-Sprachkurs im historischen Rathaus. Volkshochschule möchte ich das nicht nennen. (schmunzelt)

Was gibt es Privates über dich zu erfahren?
Privat gibt es nicht viel zu erzählen oder zu viel, dass es hier den Rahmen sprengen würde. Ich habe mich entschieden in Heinrichs zu bleiben, solange meine Mutter mich braucht.

Was wärest du geworden, wenn du nicht Musiker geworden wärest?
Ich bin für mich persönlich glücklicherweise genau das geworden, was ich geworden bin.. (lächelt)
Vielleicht wäre ich jetzt Theaterdramaturg in Weimar oder Leipzig, wenn ich auf „Plan B“ hätte zurückgreifen müssen.

Was hättest du  in deinem Leben lieber anders gemacht, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?
Nicht viel. Vieles würde ich heute wieder genauso machen. Vielleicht  könnte man etwas gesünder leben, aber diese Einsicht kommt wohl bei vielen erst mit dem Alter und den Krankheiten. (Lächelt)

Welchem Heinrichser sollte man ein Denkmal setzen/bauen?
Da wüsste ich jetzt aus dem Stegreif keinen. (schmunzelt)